…..trainiert haben wir überdurchschnittlich oft, intensiv und vielfältig.
Die Boxer von „The Base“ haben uns schlagkräftig unterstützt – wofür ich mich an dieser Stelle nochmals bedanken möchte – und wir  haben ein neues Kampfkonzept  hinsichtlich der Meid- und Ausweichbewegungen entwickelt, aber…….
das echte Leben zeigt, dass die Realität des Rings und die damit verbundenen, auch mentalen Anforderungen an die Kämpfer, es unbedingt nötig machen, noch konzentrierter an der Abrufbarkeit von Fähigkeiten in der Wettkampfsituation zu arbeiten.

Die Meisterschaft – jedenfalls all die Vollkontaktkämpfe, die ich auch noch im Streaming gesehen habe, hat gezeigt, dass die WAKO tunlichst daran arbeiten sollte, ein breiter gestreutes Angebot an Sparringsmöglichkeiten für den Nachwuchs zu bieten. Auch NRW hat einen Vollkontakt-Stützpunkt, wo man regelmäßig Trainings- und Sparringstreffen anbieten könnte. Denn die nun weltweit zu bestaunende Deutsche Meisterschaft Ringsport hat eindeutig gezeigt, dass es einen krassen Qualitätsverlust nach den aktuellen Nationalkämpfern gibt.
Eigentlich war die „Deutsche Meisterschaft“ nicht mehr als ein Sparringstag für die Nationalkaderangehörigen, denn kaum ein Kampf fand auf gleicher Qualitätsstufe statt, teilweise war der Unterschied enorm, was sich dann auch in der Nehmerqualität der „Sparringspartner“ deutlich zeigte.

Genauso ging es auch unserem  Tobias, der nach guter und zeitaufwändiger Vorbereitung in den Ring trat und dort den aktuellen Nationalkämpfer Celan Öztürk traf. Tobias gab situationsbedingt sein Bestes, aber er konnte dem routinierten Cemal in keiner Situation Paroli bieten.

Dennoch eine wichtige Erfahrung für ihn und mich als Trainer und für Tobi ein verdienter 3. Platz.

Wir werden weiter am Erfolg arbeiten, aber in dieser Stelle dennoch ein Aufruf an die WAKO NRW mehr für den Vollkontakt-Nachwuchs zu sorgen, um das Qualitätsgefälle aufzufangen und damit die nationalen Turniere anspruchsvoller zu machen.