Jahresabschluss mit neuen Kupgraduierungen

Montag, der 12.12.2011, war ein Tag der Neuerungen.

Unsere Prüflinge sahen sich nicht einem Prüfer gegenüber, sondern einem Gremium aus sechs Danträgern. Grund dafür war, zum einen die Wirkung der Prüfer stärker zu gewichten, der andere war, dass die Danträger im Verein lernen sollten, die Leistung anderer einzuschätzen.

Dabei zeigte sich, dass auch bei den jungen Poomträgerinnen schon der Blick für die wesentlichen Dinge vorhanden ist. Fehler und Gutes um Detail zu erkennen ist nämlich nicht einfach. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die gezeigte Leistung immer im Hinblick auf den angestrebten neuen Gürtel zu werten ist und nicht nach „Dan-Standard“. Man muss immer im Auge behalten, wie man selbst einmal zu „Kup-Zeiten“ technisch aufgestellt war.

Aber die Ergebnisse waren doch im Großen und Ganzen fast einheitlich. Und das Wesentliche zuerst: Bei allen Prüfern hatten alle Prüflinge bestanden!!!

Die Prüflinge
Kann man ansonsten häufig beobachten, dass unsere Prüflinge bei der Prüfung noch an Leistung zulegen, so war es dieses Mal nicht ganz so. Scheinbar waren sie doch durch das vor ihnen sitzende Gremium beeindruckt.

Wichtig bei den höheren Kupgraduierungen war auch, dass – wie die Fotos zum Teil belegen – doch noch technische Unsauberkeiten vorhanden sind, die von ihnen – trotz ständiger Hinweise der Trainer – nicht zur Kenntnis genommen werden. Beim Vorwärtsfußtritt zum Bauch geht man da regelmäßig auf den Fußballen hoch, beim Seitwärtsfußstoß lässt man das Knie sinken, bei Handtechniken wird der Reaktionsarm nicht ordentlich zur Taille gezogen und so weiter und so weiter…….!

Natürlich sind dies alles „Kleinigkeiten“, aber die Summe der falschen Kleinigkeiten zeigt, ob jemand konzentriert dabei ist bzw. konzentriert beim Training an diesen Kleinigkeiten arbeitet. Nur beim Training regelmäßig anwesend sein ist kein Beitrag zur eigenen Leistungssteigerung. Ständige Eigenbeobachtung und auch Selbstkritik bzw. Annahme der Trainerkritik sind vonnöten.

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Übrigens ist es auch völlig überflüssig, bei der theoretischen Prüfung mit den Fingern zu schnippsen, wenn man etwas weiß. Das ist auf Dauer überaus störend und den anderen Teilnehmern gegenüber nicht fair. Also: ab jetzt gilt die „fingerschnippserlose Zeit“ hat angefangen.

Der Bruchtest
Bis auf Lorin war der Bruchtest bei allen, die ihn zeigen mussten, ein Debakel. Es fehlte die Konzentration, die innere Einstellung und der Wille, das Brett zu zertreten und – wenn man die beeindruckenden Fotos sieht – Zielsicherheit und Muskelspannung waren auch nicht vorhanden. Die Arme flogen wie sie wollten und die Hände der freiwilligen Bretthalter aus dem Kickboxen wurden auch über Gebühr strapaziert. Das ist nicht der Standard nach dem wir in unserem Verein streben.

Fazit

„Natürlich sind wir Trainer und Danträger mit unseren Farbgürteln zufrieden, aber Selbstzufriedenheit bei euch führt zu Stillstand und Rückschritt. Niemand darf mit sich selbst über Gebühr zufrieden sein, denn sonst leiden die Eigenkontrolle und der Wille, besser zu werden. Merkt euch das für die Zukunft.“