Wieder einmal war es soweit: Hamburg rief uns zum friedlichen Wettstreit mit anderen Kämpfern auf.

Roman und Lea folgten diesem Ruf und wurden tatkräftig von Florian und Anna als Fanclub unterstützt. Ich hatte ja lediglich die Aufgabe, auf dem Stuhl zu sitzen und die Pausenverpflegung parat zu haben.

Empfangen wurden wir Freitag von nieseligem und schäppichem Wetter. Hamburg zeigte sich trostlos, aber unsere Aufgabe bestand ja nur darin, die Waage zu besiegen und das haben wir auch geschafft.

Roman
Er hatte sich freiwillig, um mehrere Kämpfe zu haben, ins Halbfinale setzen lassen. Der Mut seines Gegners, der sich für diese Klasse gemeldet hatte, sei an dieser Stelle gelobt, aber sein Gesicht, als er Roman sah, sprach doch Bände. Der Kampf wurde von Roman dominant und präzise geführt. Sein Gegner musste einiges an Schlägen und Tritten einstecken und wurde bereits kurz vor Ende der ersten Runde wegen vierfacher Mattenflucht disqualifiziert.

Leider zeigt das unten folgende Video nicht alle gelungenen Aktionen, da die anwesende Kamerafrau leider vor lauter Stolz vergaß, dass man bewegten Körpern mit der Kamera folgen muss. Tststs

Schade nur, dass sein Finalgegner gar nicht erst antrat. Für ihn selbst zu wenig Aufwand für den Erfolg, aber dennoch erfolgreicher Erstplatzierter.

Trotzdem konnte Roman nicht umhin, sich selbst gleich kritisch zu analysieren, um weiter an der Vermeidung von Fehlern zu arbeiten. So muss es sein!! Selbstzufriedenheit ist der Anfang von Ende!!!

Lea
Sie startete zum ersten Mal in der Klasse -65 Kg.
Schon ungewohnt war die Größe der Gegnerinnen, gegen die sie fast klein und schmächtig wirkte. Im Halbfinale traf sie auf Daniela Bonte von der „Academy Hamburg“, die sie um einen ganzen Kopf überragte.
Dennoch unbeeindruckt startete Lea in den Kampf und übernahm die Führung mit gut gesetzten Schlägen und Tritten. Dann aber schaffte sie es nur noch selten, sich der Reichweite Danielas zu entziehen und musste einige Schläge einstecken. Dennoch hielt sie im Großen und Ganzen die besprochene Taktik ein und ging in die Pause.

In der zweiten Runde schaltete Daniela die Aggressivität hoch und Lea hat Mühe, sich der Angriffe zu widersetzen. Dennoch konnte sie u.a. mit starken Händen zum Körper noch mal punkten, eintretendes Nasenbluten, dass mehrfach behandelt werden musste, nahm ihr aber den Drive. Dennoch eine gute Leistung. Für mich ein zufriedenstellender 3.Platz, für Lea der Ansporn, noch härter zu trainieren.

Allgemeines
Unabhängig von unserem Sport hatten wir natürlich noch die Aufgabe, nach dem Turnier die Nationalmannschaft zu unterstützten. Dies taten wir bei Regen auf der Reeperbahn, wo viele Fernseher in unmittelbarer Nähe von Stätten der Nahrungs- und Getränkeversorgung aufgebaut waren.
Und siehe da: trotz einer durchweg schlechten Leistung der Profis hat es am Ende ja doch für den glücklichen Sieg gereicht.

Ausblick
Für 2018 haben wir nun noch die „Flandern Open“, den „Adidas Cup“ in Eisenach und für Roman die Europameisterschaft in Jesolo, Italien, im Auge. Wir werden zu gegebenem Zeitpunkt berichten.

Hier die Kämpfe