Super – super – super
Neun unserer Jugendlichen fuhren Samstag, 23.06.2012, nach Mülheim, um beim 4. Korea-Cup erste Erfahrungen im Formen- und Westenwettkampf zu sammeln.

Die Trainer
Da ich wegen des Abiturs meiner einzigen Tochter verhindert war, haben sich Monica, Marco und Jens bereit erklärt, die Dinge von Ort zu managen. Ob sie sich darüber im Klaren waren, was auf sie zukommen könnte, weiß ich nicht, aber ich stelle mir vor, dass der Tag schon seinen Tribut einforderte.
Aber egal: sie haben ihren Job gut gemacht. Herzlichen Dank dafür von mir.

Die Formenwettkämpfer
Immer wieder während des Trainings nur eine spezielle Form geübt, den Einlauf auf die Fläche trainiert und an der Ausstrahlung gearbeitet…all dies hat sich positiv ausgezahlt.
Fast alle Formenläufer haben Platzierungen in ihren Gruppen bekommen. Lorin gleich beim ersten Lauf, Lara erst im Stechen: jeweils erste Plätze.
Anika, Kristin, Timo haben mit guten dritten Plätzen abgeschlossen. Nur Felix konnte keinen Platz unter den besten Drei erreichen, aber dies ist zum einen seiner Wettkampfgruppe geschuldet, die auch Danträger beinhaltete und außerdem – und dies sei an dieser Stelle besonders gewürdigt – war sein Gesundheitszustand eigentlich so, dass er besser zuhause geblieben wäre. Daher kann er mit Recht stolz darauf sein, diesen Wettkampf bestritten zu haben.

Die Westenkämpfer
Theresa hatte wohl ein wenig Probleme mit den Nerven und konnte die sonst bei ihr im Übermaß vorhandene Power nicht einsetzen. In Gedanken war sie wohl bei ihrer Mutter, die gerade eine OP hinter sich gebracht hat und dennoch die vielen Stunden in der Halle absaß. Dazu meinen Respekt. Eigentlich hätten beide besser zuhause bleiben und die Tochter die Mutter pflegen sollen. So musste Theresa sich geschlagen geben und ist auch zum zweiten Kampf gar nicht angetreten. Dennoch hat sie in der Platzierungsliste den dritten Platz erreicht.

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Mike musste sich mit einem wohl nicht unerfahrenen Schwarzgurt auseinandersetzen und durfte auch zu Beginn des Kampfes gleich einen Kopftreffer einstecken. Aber zweimal geschüttelt und weiter gekämpft…jedenfalls bis zu dem Punkt, an dem er den Schienbeintritt erhielt und beim Rückwärtsstraucheln über den Fuß der Kampfrichterin stolperte, so dass er sich darüber hinaus noch den Knöchel verdrehte. Weiterkämpfen war nicht mehr möglich, daher „nur“ der dritte Platz.

Jonas führte seinen ersten offiziellen Kampf sehr gut. Er taktierte, wartete ab, konterte gut und lag zum Ende des Kampfes mit einem Punkten vorn. Statt nun das „Weite der Kampffläche“ zu nutzen, kassierte er in der letzten Sekunde der Kampfzeit noch einen Kopftreffer. Da die Anzeige dieses Treffers durch die Kampfrichter erst nach Ablauf der Zeit erfolgen konnte – denn Kopftreffer werden nicht automatisch angezeigt – wurde er zunächst zum Sieger des Kampfes erklärt. Bedingt durch den Protest des anderen Trainers aber wurde dieses Urteil dann zu Jonas Ungunsten korrigiert. Schade, aber nach mehrmaliger Betrachtung des Videos war die nachträgliche Ergebnisänderung ok.

Das Turnier
Wer noch nie ein derartig großes Turnier ins Leben gerufen und abgewickelt hat, weiß natürlich nicht, welch vielfältige organisatorische Hürden und Fallen zu umschiffen sind, um einen solchen Tag über die Bühne zu bekommen. Seltsam war, dass plötzlich die Wettkampfhandschuhe zwingend gefordert wurden, obwohl in der Ausschreibung zu lesen stand, dass diese freiwillig seien. Warum aber die Siegerehrung der Kinder erst am Ende der Veranstaltung stattfand und die Kinder, die seit 9.00 Uhr in der Halle waren, dann auch noch die letzten Geehrten waren und bis 22.15 Uhr ausharren mussten, mag allein das Geheimnis der Verantwortlichen sein. Hier könnte man bestimmt andere Wege gehen.

Fazit
Auch wenn es ein langer Tag war, so hat er dennoch dazu beigetragen, dass wir alle stolz auf die Leistung unserer Jugendlichen sein können. Und daher denke ich, dass es nicht das letzte event gewesen ist, auf dem wir uns der Herausforderung gestellt haben.