Heiß, heisser oder besser doch Hotte

Samstag, 29.10., kurz vor 10.00 Uhr traf ich ihn: er kam gerade von einem Einsatz und war noch warm für unser Training: Hauptkommissar Horst Storb, genannt Hotte.

Für Kampfsportler ungewöhnlich gab es kein Aufwärmen und auch keine Gymnastik.

Auch die erste Botschaft überraschte: bleib entspannt, atme und behalte den Angreifer als Ganzes im Blick, denn sonst lenkt er dich vom Wesentlichen – dem Angriff – ab. Die zweite Botschaft hieß:  Vielfältigkeit schadet, da sie nur verwirrt. Auf der Grundlage dieser Thesen stellte er sein Konzept vor.  Ziel war es, verständlich zu machen, dass es für den Verteidiger nur eine „komfortable“ Stellung zum Angreifer gibt, die die wahrscheinlich beste Verteidigungsmöglichkeit bietet.

Dennoch: der Grudsatz bleibt, dass ca. 80 % der SV-Situationen durch reden entschärft werden können.
Und für die verbleibenden 20 % gelten die oben geannten Grundsätze.

Das sich normal bewegen, die Anspannung aus dem eigenen Körper nehmen und die Schutzhaltung, die so aussieht als sei man dabei, die Dinge zu überdenken, waren für Manchen  schon Herausforderung genug.

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Letztlich erkannten aber alle, dass in der Einfachheit auch die Würze der Verteidigung liegt. Selbst die zarte Kristin konnte sich gegen körperlich überlegene Angreifer wehren. Dennoch gilt auch dafür: du musst es kompromisslos tun.
Zaudern und Zurückhaltung kosten den Sieg, in diesem speziellen Fall die eigene Unversehrtheit.

Nun kommt das Üben und dann werden wir Hotte noch einmal einladen.

Übrigens: Auch er, als der praktisch Erfahrenste von uns, sagt, dass bei einem Angriff mit Stock oder Messer eigentlich keine Verteidigungschance besteht. Daher sollte man sich nicht durch Videos oder straßen-unerfahrene SVler von etwas Anderem überzeugen lassen, denn diese haben ihre „Erfahrungen“ meist aus der Trainingshalle und das sind keine Erfahrungen!