Mancher hatte sich angekündigt, aber dann wohl doch vergessen, am Samstag, 02.04.2011, so rechtzeitig aufzustehen, dass er pünktlich um 10 Uhr in der Halle sein konnte.

Dennoch trainierten die 8 verbliebenen an diesem Samstag Selbstverteidigung.

Ausgehend von der Prüfungsordnung der Deutschen Taekwondo Union eV, die aus Sicht der meisten Teilnehmer scheinbar bei ihren Prüfungsvorgaben die „Verhältnismäßigkeit der Mittel“ ein wenig aus den  Augen verloren hat, wurde zunächst das Prüfungsprogramm für die unteren Kupgraduierungen erarbeitet.

Verteidigungen und einfache, aber sinnvolle Konter gegen Angriffe mit Fauststößen, Ap und Dollyo chagi waren zunächst zu absolvieren.

Anschließend wurden die Angriffe mit Fassen, Halten und Würgen durchgeackert und dabei zeigte sich dann der Einsatz der Westen als überaus spaßbringend und nützlich, denn man konnte auch „mal hinlangen“, ohne dem Partner Schaden zuzufügen.

Karlheinz Eichner, als langjähriger Arnisspezialist, übernahm die Aktionen zur Stockabwehr; an diesem Tag zunächst nur gegen vier Standardschläge mit dem Stock. Manch ein Sportler hatte hier in seiner „Normalauslage“ kaum Probleme, wenn aber der Stock auf einmal mit der linken Hand geschlagen wurde, verkehrten sich die Welten des gewohnten Handelns.

Den Abschluss bildete der Chaos-Kreis, in den jeder Teilnehmer einmal musste, um von allen Anderen wahllos mit Stock oder anderem Angriff konfrontiert zu werden. Hier zeigte sich, dass die ungewohnte Streßsituation zu seltsamen Aktionen beim Verteidiger führen konnte, die nicht unbedingt mit sinnvollem und zielgerichtetem Handeln zu bezeichnen war.
Daher der Plan: am Ende jeder noch an den kommenden ersten Samstagen eines Monats folgenden Einheiten wird der Chaos-Kreis am Ende stehen.

[nggallery id=17]

Aufgrund der Danprüfung der NWTU im Mai 2011, an der einige aus unserem Kreis teilnehmen werden, wird das Programm auf Partnerübungen (3-, 2- und 1-Schrittkampf) und SV vereinbart. Daher die Bitte an alle, die kommen: wieder die Westen mitbringen!!!