Adidas Wartburg Classics
Den Bericht zum Turnier kann der geneigte Leser auf Instagram lesen. Dieser Artikel soll einmal beschreiben, was denn so Alles dazu gehört, um ein Turnierwochenende zu überstehen.
Da ist zunächst mal die Anreise zum Turnierort. Für uns war das am Freitag u.a. die Strecke über die A44 Richtung Kassel. Dort war – genau zum Ferienbeginn – eine Tagesbaustelle vor dem Kreuz Werl eingerichtet, die den deutschen Autofahrer mal wieder vor eine riesige Herausforderung stellte: er musste sich von 3spurig über etliche Kilometer auf 1spurig einordnen. Das bedeutete für uns mal eben eine Verzögerung von fast 45 Minuten. Im Ergebnis führte es dazu, dass Tobias und ich erst um 20.10 Uhr die Halle in Bad Salzungen erreichten, wo Daniel, Björn und Dario schon einen nicht unerheblichen Zeitraum auf uns warteten, da sie früher losgefahren waren und die Engstelle rechtzeitig umfahren konnten.
Die Waage war am Halleneingang „nach rechts“ ausgeschildert, aber tatsächlich war sie im linken Hallentrakt. Naja!
Endlich keine Verpflichtungen mehr am Abend und daher….ab zum Tajmahal und gut indisch gegessen. Sehr zu unserer Zufriedenheit und dann ab zum Haus, auspacken und im Wohnzimmer erstmal eine kleine Erfrischung. Dann ab ins Bett.
Sonntag morgens dann für Tobias der Medicalcheck für den Vollkontakt. Am Eingang der Halle gefragt, wo er denn stattfindet, sah er nur verständnislose Gesichter, aber ein Helfer kümmerte sich und sagte, der Check sei im linken Gang. Da angekommen sah Tobias nur eine lange ungeordnete Schlange all der Sportler, die nicht bereits am Freitag gewogen wurden, aber kein Hinweis für den Medicalcheck. Der fand dann – organisatorisch völlig daneben – im gleichen kleinen Zimmer statt, in dem die Waage durchgeführt wurde, aber kein Vollkontaktsportler wusste davon, da kein Hinweisschild angebracht worden war.
Der Arzt sass dort, wartete auf zu untersuchende Teilnehmer, aber keiner kam. So konnte Tobias durch Zufall als Erster untersucht werden und hat dann den Hinweis an alle anderen Betroffenen weitergegeben.
Endergebnis war dann u.a. auch, dass das Turnier nur mit einer erheblichen Verspätung begonnen werden konnte.
Nach erstem Zeitplan sollte Tobias gegen 12.00 Uhr kämpfen, aber es zog sich dann bis gegen 13.00 Uhr. Grund für die weitere Verspätung war die Unfähigkeit der Tischbesetzungen, die Kämpfe frühzeitig aufzurufen, so dass sich die Kämpfer zeitnah an der Fläche oder dem Ring hätten einfinden können!!!????? Unsere erste Wartezeit ging somit um 13.00 Uhr zu Ende.
Nun begann es aber wirklich nervig zu werden, denn die beiden Kampfklassen von Dario sollten erst gegen 16.00 Uhr und dann 17.30 Uhr starten. Stunden des Abhängens, Rückenschmerzen vom langen Sitzen, Hunger und Durst und auch Langeweile, weil die Kämpfe nicht immer unbedingt zum Hinschauen anregten. Diverse Male änderte sich die Zeit und dann war es soweit, Dario aufzuwärmen und ihn auf den Kicklight-Kampf vorzubereiten. Gerade auf der Fläche 6 angekommen, wurde sein Name auf der angrenzenden Fläche 3 bereits für den Leichtkontakt aufgerufen. Dieses Problem konnten wir aber lösen, so dass Dario nach dem ersten Kampf schnell die Kleidung wechseln musste, um dann auf Fläche 3 beide Kämpfe zu absolvieren.
Inzwischen warteten wir eigentlich auf die Siegerehrung für Tobias, da seine Kämpfe ja schon stundenlang zurücklagen. Beobachtungen am Regietisch zeigten, dass dort ein Helfer permanent beschäftigt war, Urkunden zu drucken, aber die fertigen Pool-Listen immer „von oben“ wegnahm, so dass die Urkunden der schon länger abgeschlossenen Kampfklassen keine Chance hatten, gedruckt zu werden, da sie „unten lagen“. Irgendwann war es dann aber auch bei ihm soweit, so dass jetzt nur noch Dario mit seinen Ehrungen ausstand.
Zwischendurch hatten wir aber bereits im Kartoffelkäfer einen Tisch für 20.00 Uhr reserviert, da wir annahmen, dieses Zeitfenster zwischen Ehrung und Essen locker schließen zu können. Plötzlich aber war es schon nach 19.00 Uhr und wir wollten noch zum Haus, um uns frisch zu machen…….Von dem uns besuchenden Markus Knoll aus Erfurt – der bis 2005 Vereinsmitglied war – kam der Vorschlag, dass er und Vater Björn in der Halle bleiben, die Zeremonie fotografieren und dann zum Kartoffelkäfer fahren, wohin wir nach dem Erfrischen auch kommen sollten.
Gesagt getan…..um kurz nach 20.00 Uhr waren auch wir dort und der gemütliche Teil des Samstags begann mit gutem Essen und einem oder zwei großen Bieren. Manche tranken auch nur Coca Cola, naja.
Markus fuhr nach dem Essen zurück nach Erfurt, aber Björn und Dario hatten noch den nächtlichen Höllentrip vor sich, nach Hause zu fahren, da der Sonntag im Zeichen der Urlaubsfahrt stand. Wie wir hörten, sind sie gegen 1.00 Uhr morgens daheim angekommen.
Tobias, Daniel und ich hatten noch einen ruhigen, leicht flüssigen Abend mit Dieter Nuhr, sind dann Sonntag schon sehr früh aufgestanden und waren dann gegen 12.00 Uhr wieder in Gelsenkirchen, von wo Daniel nach Gladbeck und Tobias nach Bottrop weiterfuhren.
…….und da fragst du dich allen Ernstes, was soll der ganze Aufwand – immer wieder Dasselbe!!!…..aber es ist, wie es ist: wir sind eine eingeschworene Gemeinschaft, die zusammenhält, ein Ziel verfolgt und dieses Ziel in den meisten Fällen auch erreicht……und das ist den ganzen Aufwand wert!!!!!!!!!!
Der Bayer würde sagen „mir sann mir“….und genau das trifft auf uns zu. Wir vertreten den Verein und das machen wir gerne und mit Hingabe und MIT ERFOLG!!!!!!!
Eben das ist es, was die ganze Schinderei so wertvoll macht. Wer es noch nie erlebt hat, weiß nicht, was er verpasst.
Weiter geht es für Tobias am 25.10. in Altötting – Bayern – wo er von Lea gecoacht werden wird und – davon gehen wir aus – wieder einen Erfolg mit nach Hause bringt.
Dario und er werden dann das laufende Turnierjahr Mitte November bei den „Heroes of Hamburg“ abschließen und dann schauen wir mal, was 2026 so bringen wird!! Bis dann!!
….nun ein paar private Bildimpressionen vom Turnier.










„mir sann mir!“

