Stellungen des TKD

MOA SOGI
Die Füsse stehen so nebeneinander, dass sich die Innenkanten berühren.

CHARIOT SOGI
Dies ist die Grußstellung; die Fersen berühren sich und die Zehen werden so weit nach außen gedreht, dass zwischen den Füßen ein Winkel von ca. 45 Grad entsteht.

NARANI SOGI
Die Füße stehen parallel zueinander; die Fußaußenkanten sind schulterbreit voneinander entfernt.

AP GUBI (ITF: CHONGUL SOGI, GUNNUN SOGI)
Die Länge der Stellung beträgt ca. 1,5 Schulterbreiten von Fußspitze zu Fußspitze. Die Breite beträgt ca. 1 Schulterbreite von Fußmitte bis Fußmitte. Nach neuesten Vorstellungen ist die Stellung aber „so schmal wie möglich“ zu gestalten, da sie nur der Stabilität nach vorne gilt. Dies praktizieren wird nicht, da es aus unserer Sicht nur eine „koreanische Modeerscheinung“ ist, die Stellung derart „umzubauen“.
Der vordere Fuß zeigt nach vorn, der hintere Fuß wird leicht nach außen gedreht, damit er problemlos mit der gesamten Fläche auf dem Boden aufstehen kann. Wird der hintere Fuß zu weit mit den Zehen nach außen gedreht, kann die Hüfte nicht mehr richtig frontal eingedreht werden und steht dann schief! FEHLER! Das hintere Bein ist vollständig durchgedrückt, um die vom Gegner auf den eigenen Körper einwirkende Schubkraft abfangen zu können. Das vordere Bein ist gebeugt. Wichtig ist, dass der Unterschenkel schräg nach vorn zeigt, um die eigene Vorwärtsbewegung abrupt und stabil beenden zu können. Es darf nie zu einem „Überhängerknie“ kommen, wobei der vordere Unterschenkel senkrecht oder mit einer Neigung nach hinten stünde. Das Lot von der Kniescheibe trifft die Fersenaußenkante.
Die Hüfte steht senkrecht zur Zielrichtung.

NACHUA SOGI
Wie ap gubi (chongul sogi), aber die 1,5 Schulterbreiten gelten bis zur Ferse des vorderen Fusses; daher 1 Fuß länger als ap gubi (chongul sogi).

DWIT GUBI (HUGUL SOGI oder L-Stellung)
Die Länge der Stellung beträgt ca. 1,5 Schulterbreiten zwischen der Außenkante des hinteren Fußes und der Fußspitze des vorderen Fußes. Die Längsachsen der Füße treffen L-förmig aufeinander; die Fersen werden dann ein wenig nach außen gedreht. Dadurch wird die Spannung auf die Kniegelenke gemindert und die Standfläche wird vergrößert, wodurch die Stellung mehr Stabilität gewinnt. Das Gewicht lastet zu etwa 70 % auf dem hinteren Fuß, wodurch wir befähigt sind, schnelle Tritte mit dem Vorderbein ausführen zu können, ohne dafür eine Gewichtsverlagerung vornehmen zu müssen.

WICHTIG!! Der Oberkörper steht in dieser Stellung im Winkel von 45 Grad zur Zielrichtung.
Die Schulterachse darf nie in Zielrichtung zeigen, da dann das vordere Knie nach innen wegknickt, sie darf auch nie senkrecht zur Zielrichtung stehe, da dann das hintere Knie nach innen wegknickt. Dadurch würden auf Dauer die Gelenke überbelastet und die Stellung als solche instabil. Dies wird häufig in der Taeguk Sa-Chang falsch gemacht, in der der Bewegungsablauf Bakat makki, ap chagi, momtong an makki vorkommt. Der „an makki“ hat nicht die gleiche Zielrichtung wie die vorherigen Techniken, sondern muss in den Winkel von 45 Grad ausgeführt werden. Andere Auslegungen sind falsch!!!

Größter Fehler bei dieser Stellung ist, dass beim Vorgehen in der Laufschule häufig die hintere Ferse viel zu weit nach innen rutscht, so dass die Fußspitzen „voneinander weglaufen“.

GOJONG SOGI
Wie dwit-gubi (hugul sogi), nur die 1,5 Schulterbreiten werden bis zur Ferse des vorderen Beines gemessen; die Stellung ist also eine Fußlänge länger als dwit-gubi (hugul sogi). Gewichtsverteilung ist dann auch 50/50; siehe Won-Hyo Hyong 3. Technik

JUCHUM-SOGI (KIMA SOGI; Reitsitzstellung)
Die Breite der Stellung beträgt ca. 1,5 Schulterbreiten von Außenkante bis Außenkante.
Das Gewicht ist gleichmäßig auf beide Beine verteilt.

Die Beine werden in den Knien leicht gebeugt, um besser federn zu können; die Füße stehen parallel zueinander. Die Knie werden nach außen gedrückt.

Um die Stellung bei Technikausführung stabil zu bekommen, muß man die gebeugten Schenkel gegeneinander pressen, wodurch die Füße eine stärkere Bodenhaftung bekommen. (Daher der Name Reitsitzstellung, weil der Reiter auch die Schenkel gegen den Sattel pressen muß, um stabil zu sitzen.)

BOOM SOGI (Dwitbal sogi)
Das Gewicht lastet zu 90 % auf dem Standfuß; die Länge der Stellung ist eine SB von hinterer Fersenaußenkante bis zu den Zehen des vorderen Fusses.

Der hintere Fuß wird nur leicht nach außen gedreht; er steht nicht in rechtem Winkel zum vorderen Fuß.

Die Beine und die Handtechniken
Im Moment des Einrastens einer/jeder Handtechnik, müssen die Beine – egal in welcher Stellung die Handtechnik ausgeführt wird – für Sekundenbruchteile voll angespannt werden, um

a. der eigenen Technik die notwendige Stabilität zu geben und
b. die vom Gegner auf mich einwirkende Kraft abfangen zu können, ohne mein Gleich-
    gewicht zu verlieren.

Die Länge der 3 Standardstellungen
Bei Prüfungen werden auf die Frage nach der Länge von ap gubi, dwit gubi bzw. der Breite von juchum-sogi diverse Interpretationen geliefert. Dem Stellungssystem des Taekwondo ist aber immanent, dass ich, ohne meine Füsse von der Stelle zu bewegen, diese drei Grundstellungen nur durch die Verschiebung der Hüftstellung einnehmen kann.