Sechs wollten ausziehen, um in Lünen die „Farben des Vereins“ zu zeigen, aber die Mädels konnten leider nicht. Katja hatte Dienst und Lea die Krätze am Hals.

Also fiel die große Aufgabe allein den Jungs zu…..und sie nahmen ihre Chance wahr!

Ben
Mit viel Nervosität ging er in den Kampf und auch ein wenig von Selbstzweifeln geplagt, schaffte er es nicht, seinen Rhythmus zu finden. Der Gegner, Toni Kelka, arbeitete hart zum Körper und nahm Ben die sowieso nicht reichlich vorhandene Luft und Kondition. Aber es war ein großer Schritt auf dem Weg der Erfahrung und beim nächsten Mal wird es besser. Man kann den Erfolg nicht zwingen, sondern muss ihn sich hart erarbeiten. Da er aber erst im Halbfinale verlor: 3.Platz

Marc
Sein Gegner, Georgios Theodoridis aus Lüdenscheid, machte durchweg den Eindruck eines erfahrenen Kämpfers. Daher schaffte Marc es auch nicht, seine Ziele für den Kampf zu verwirklichen. Er wurde gut ausgekontert und musste sich dem überlegenen Gegner geschlagen geben. Aber auch für ihn gilt: Der Weg zum Sieg ist hart…und andere können auch kämpfen. Als Verlierer im Viertelfinale: 5.Platz

Micha
Micha startete in zwei Disziplinen: dem Leichtkontakt und dem Kicklight. In beiden Fällen war Dominik Herrmann aus Lüdenscheid sein Gegner. Problem: er ist fast einen Kopf länger als Micha und ein routinierter Turnierkämpfer.

Im Leichtkontakt schaffte Micha es nicht, die Distanz so klein zu halten, dass Dominik seine langen Beine nicht einsetzen konnte und so musste er immer wieder die Kicks auch zum Kopf einstecken. Der Sieg ging verdient mit 3:0 Punktrichterstimmen an seinen Gegner. 3. Platz für Micha.

Im Kicklight sah es dann anders aus: in enger Distanz konnte Micha gut punkten, musste aber gegen Ende der zweiten Runde dem Konditionsmangel Tribut zollen und verlor dann schlussendlich mit 2:1 Punktrichterstimmen. 2.Platz in dieser Disziplin.

Roman
Norbert, mein linkes Schienbein ist entzündet und ich habe eine Zerrung im Bein: das war der Beginn des Samstag.

Zunächst stand der Kampf gegen den Bundestrainer im Pointfighting, Frank Feuer, aus Hamburg an. Beide kennen sich gut, aber auch dieses Mal reichte die Routine des Hamburgers für einen 11:5 Punktsieg. Pech für Roman war, dass ein Fußfeger seine linke Wade hart traf und damit das Bein rundum geschädigt war.

Was also tun, um den Leichtkontakt-Kampf zu überstehen. Wir entschieden, dass er diesen Kampf in der Rechtsauslage führen sollte und es zeigte sich, dass dies eine super Entscheidung war. Zum einen konnte sein Gegner Sven Kamps aus Remscheid nichts mit dem Auslagenwechsel anfangen und Romans lange linke Schlaghand traf ein um´s andere Mal den Kopf.
Ein strategisch gut geführter Kampf, der auch dem Bundestrainer Peter Zaar beeindruckte. Leider hatte Sven nicht die Zeit, bis zur Siegerehrung zu warten, so dass Roman allein auf der Treppe stand.

Somit im Ergebnis ein 1. und ein 2.Kampf. Der 3. Platz im Kicklight – ein Kampf, den er wegen des Beines nicht führen konnte – ist der Pool-Liste geschuldet.

Fazit:
Wir sind alle sehr zufrieden und werden weiterhin konstruktiv am Erfolg arbeiten. Sparringstreffen mit den befreundeten Vereinen in Vorbereitung für die Landesmeisterschaft im Mai in Duisburg sind schon verabredet. Wir werden alle im Auge behalten.

Hier die Kämpfe: